Obwohl sich die Airlines mehr oder weniger viel MĂŒhe geben einem den Flug so angenehm wie möglich zu machen, empfinden die meisten Passagiere Fliegen wohl mehr als Notwendigkeit als als Luxus oder SpaĂ. Stickige Luft, enge Kabinen und nur wenig Ausblick. Dies soll sich aber in den nĂ€chsten Jahrzehnten nach und nach Ă€ndern, zumindest, wenn es nach Ingenieuren von Airbus geht. Diese haben in diesen Tagen in London ihre Ideen fĂŒr die Zukunft des Fliegens vorgestellt.
Passagiere sollen den Flug in Zukunft viel mehr fĂŒr Erholung und Ruhe nutzen können als bisher. Licht-, Duft- und Klangtherapien sollen fĂŒr Entspannung sorgen und vor allem Menschen mit Flugangst helfen. Die Sitze der Zukunft sind aus nachwachsenden, sich selbst reinigenden Materialien und passen sich den Körperformen der FluggĂ€ste individuell an. Zudem soll die KörperwĂ€rme fĂŒr einen Teil der Energie an Bord genutzt werden.
Im Eingangsbereich gibt es die Möglichkeit virtuell Golf zu spielen oder Kleidung zu shoppen. Durch holografische Projektionen können die Passagiere ihre Umgebung nach den eigenen Vorstellungen gestalten, beispielsweise als Schlafzimmer oder auch Arbeitszimmer. Durch Videotelefonie kann man sich zudem bequem in Konferenzen am Boden einklinken.
Am spektakulÀrsten an diesen Versionen ist aber wohl das Aussehen dieser neuen Flugzeuge: Der Rumpf soll aus einem Gitternetz bestehen. Dazwischen befindet sich eine Membran, auf der man Dinge projizieren, oder aber auch auf Wunsch transparent machen kann. So erhÀlt man ein faszinierendes 360°-Panorama.
Wurde der neue Airbus A380, das aktuell gröĂte Passagierflugzeug der Welt, Mitte dieses Jahres noch buchstĂ€blich in den Himmel gehoben, landete er Anfang November in den Negativschlagzeilen. Ein A380 einer australischen Fluggesellschaft musste in Singapur aufgrund eines Triebwerkschadens notlanden. Das Ganze war offenbar auf einen Baufehler am Treibwerk des britischen Motorenherstellers Rolls-Royce zurĂŒckzufĂŒhren.
Doch die anderen Airlines, die ebenfalls A380 zu ihrer Flotte zĂ€hlen und diese damit im kommenden Jahr noch vergröĂern wollen, halten weiter an dem Flugzeug fest. So auch die Lufthansa, die ab Mitte Februar 2011 ihre Verbindung von Frankfurt am Main nach New York mit dem A380 aufnimmt.
Bisher fliegt der Airbus bereits nach Tokio, Peking und Johannesburg. Nach New York soll es zunÀchst zweimal die Woche auf die Reise gehen. Ab April wird die Verbindung dann tÀglich angeboten. Hoffen wir, dass es nicht noch einmal zu solch einem Schaden oder sogar Schlimmerem wie in Singapur kommt, aber inzwischen kennt man das Problem ja offenbar.
Die arabische Airline Emirates hat auf der gröĂten deutschen Luftfahrtmesse, der ILA, seinen vorher angekĂŒndigten Rekorddeal wahr gemacht. Die Fluggesellschaft bestellte 32 Airbus A380 auf einen Schlag und sorgte damit nicht nur fĂŒr den bisher gröĂten Einzelauftrag des Superjets, sondern fĂŒr den gröĂten der zivilen Luftfahrt ĂŒberhaupt.
Der A380 ist das weltgröĂte Verkehrsflugzeug und die 32 Maschinen lĂ€sst sich Emirates 9,5 Milliarden Dollar kosten. Eine Bedingung gab es jedoch, dass der Vertrag unterzeichnet wurde: Die Airline wollte den Vertrag nur abschlieĂen, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel dabei anwesend ist.
In Anbetracht dieses historischen Auftrags kam sie dem natĂŒrlich gerne nach und nutzte dafĂŒr ihren Termin fĂŒr den Rundgang ĂŒber die ILA. Mit der Messe sind die Veranstalter in diesem Jahr sehr zufrieden. VertrĂ€ge und Kaufabsichten in Höhe von rund 14 Milliarden Euro seien getĂ€tigt worden. Das sind gut neun Milliarden mehr als bei der letzten ILA vor zwei Jahren!
Allein 11,5 Milliarden Euro gingen dabei auf das Konto von Airbus. Insgesamt wurden in diesem Jahr 67 Flugzeuge verkauft. Die beliebte Airshow zieht 2012 nach Schönefeld-West um, da sie am bisherigen Standort keinen Platz mehr hat.
Seit gestern nennt Deutschlands gröĂte Airline, die Lufthansa, den ersten Riesen-Airbus A380 ihr Eigen. In einem groĂen Festakt wurde die Maschine im Hamburger Airbus-Werk an Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber ĂŒbergeben.
Der neue Airbus bietet 526 SitzplĂ€tze und ist traditionell in weiĂ-blau-gelb lackiert. Er hört auf den Namen âFrankfurt am Mainâ, da hier die Heimbasis der kĂŒnftigen A380-Flotte sein wird. Drei weitere Jets dieser Art sollen noch bis zum Herbst kommen.
Der Jungfernflug mit 500 EhrengĂ€sten geht dann dementsprechend auch nach Frankfurt. Den ersten richtigen Flug wird der Airbus aber zur FuĂball-WM machen. Dann bringt er nĂ€mlich die deutsche Mannschaft nach SĂŒdafrika.
Ab dem 11. Juni wird er dann seinen regulĂ€ren Betrieb zwischen Frankfurt und Tokio aufnehmen. Die Schwestern-Jets werden die Strecken nach Johannesburg und Peking ĂŒbernehmen.
Dieses Jahr war fĂŒr Airbus ein eindeutiges Erfolgsjahr. Bei den Auftragszahlen ĂŒberholten die EuropĂ€er von Airbus ganz klar den US-Traditionslieferanten Boeing. Nun muss Boeing die nĂ€chste Schlappe einstecken, denn die anmerikanische Fluggesellschaft United Airlines hat ihre AuftrĂ€ge fĂŒr neue Maschinen zum ersten Mal gesplittet. Boeing und Airbus haben zwar beide Bestellungen in Milliarden-Höhe erhalten, jedoch gingen 60% davon an Airbus.
United orderte bei Airbus 25 Maschinen des Typs A350 und bei Boeing 25 des Typs 787.
Der A350 befindet sich noch in der Entwicklung und soll 2014 an die ersten Kunden ausgeliefert werden. Die Flugzeuge von Boeing sollen von 2016 bis 2019 nach und nach Àltere Modelle ersetzen.
Alle neuen Flugzeuge haben aber eines gemein: Sie sind leichter und verbrauchen weniger Sprit. Damit will United Airlines die Spritkosten und den AbgasausstoĂ um rund ein Drittel senken.
Mal sehen wie die RivalitĂ€t zwischen Boeing und Airbus im nĂ€chsten Jahr weitergeht…
Der erste GroĂraumjet Airbus A380 der Deutschen Lufthansa hat seinen Jungfernflug erfolgreich absolviert. Die Maschine sei gestern in Toulouse zu einem Testflug gestartet und dort auch wenige Stunden spĂ€ter wieder sicher gelandet. Das teilte die Lufthansa in Frankfurt mit. Die Auslieferung der ersten Maschinen der Lufthansa ist fĂŒr MĂ€rz 2010 geplant. Wenige Wochen spĂ€ter soll der A380 dann in den Liniendienst gestellt werden. Bei anderen Fluggesellschaften sind bereits rund 20 der GroĂraumjets im Einsatz. So versteigert zur Zeit die Air France Tickets fĂŒr den Jungfernflug zwischen Paris und New York zu wohltĂ€tigen Zwecken.