Auf den alten Wegen der Inca

Quelle: Wikimedia

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Sie fungierten in einer untergegangenen Hochkultur als Lebensadern. Auf ihnen wurden Waren transportiert, Reisen unternommen und Nachrichten versandt und sie überziehen das Bergland Perus noch dieser Tage wie ein Spinnennetz: Die altehrwürdigen Inca-Pfade. Die Herrscher der vormaligen Inca-Dynastien ließen Wege und Straßen anlegen, die eine Gesamtlänge von 30.000 Kilometern aufwiesen und deren Verlauf man immer noch folgt; die wichtigste Straße Südamerikas, die Panamericana findet ihren Ursprung auf einer vormaligen Inca-Route. Wer sich anschickt, die Mystik und Historie des südamerikanischen Landes zu verstehen, wird bei einem Trekking in Peru auf ihnen Höhenzüge erklimmen und auf eine der berühmtesten Ruinenstädte des Globus treffen: Machu Picchu.

Am Ufer des Rio Urubamba starten Trekking-Teilnehmer, um Machu Picchu so zu inhalieren und erfahren, wie es sonst nur den Incas selbst beschieden war. Vier Tage wandert man durch verwunschene Landschaften und campiert an eigens dafür ausgewiesenen Plätzen, bis man schlussendlich die Terrassen der Ruinen-Metropole erblicken darf. Zwischen zwei Berggipfel auf 2360 Metern gelegen, bot sie zu ihrer Blütezeit 1000 Einwohnern Platz. Sinn und Zweck jener Anlage ist den Forschern bis dato ebenso ein Rätsel, wie der Anlass warum sie eines Tages aufgegeben wurde.

Bei einem Trekking durch Peru dem Pfad zu folgen, der von Trujillo gen Süden führt, eröffnet den Blick auf den höchsten Berg des Landes, den 6768 Meter hohen Nevado Huascarán. Gleichsam einem schlafenden Riesen auf Eis, Fels und Schnee erhebt er sich in den Himmel Südamerikas und bildet gemeinsam mit dem Chopicalqui einen weißlich strahlenden Zwillingsberg. Unweit seiner Flanken soll sich der schönste Berg der Welt befinden. Als sei er der Fantasie eines kindlichen Malers entsprungen, suggerieren die gleichmäßigen Flanken des Alpamayo den Reiz der Symmetrie und des Gleichklangs. Wie eine überdimensionierte Pyramide trotzt er seit Äonen den Kräften der Erosion und lässt Trekking-Reisende einen Moment des Innehaltens und der Andacht verleben.

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