Defekter Sitz auf Langstreckenflug ist Reisemangel

cc by wikimedia/ Manuel Dohmen

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Generell ist ein Langstreckenflug eine anstrengende Angelegenheit, doch wenn dann noch der Sitz defekt ist, ist dies für den Reisenden besonders unangenehm. So weist die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift „Reiserecht aktuell“ auf ein Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main hin, nach dem ein defekter Sitz einen Reisemangel darstellen kann.

In dem konkreten Fall hatte eine Frau eine Pauschalreise nach Mauritius gebucht und extra noch einen Aufschlag für den Hin- und Rückflug bezahlt um dabei in der Comfort Class zu sitzen. Auf dem Hinflug ließ sich der Sitz jedoch nicht wie versprochen ausklappen und die Stewardess versprach diesen Defekt zu melden.

Auf dem Rückflug saß die Frau jedoch in derselben Maschine auf demselben Platz und hatte wieder mit dem bereits genannten Defekt zu kämpfen. Sie verlangte daher von der Airline einen Teil ihres Geldes zurück. Die Richter sahen dies am Ende auch so und sprachen ihr den Anteil für einen Tag vom Gesamtreisepreis zu. Ein defekter Sitz sei ein eindeutiger Reisemangel, vor allem wenn man auch noch einen Platz in der Comfort Class gebucht habe, denn diese diene schließlich dazu, dass Passagiere während eines langen Fluges Erholung und Schlaf finden würden, was bei einem Sitz, der sich nicht ausklappen lässt, kaum möglich sei.

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