Air Berlin und Etihad: Rollstuhlfahrer soll sensible Daten preisgeben

cc by flickr/ Andrei Dimofte

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Leider kann man immer wieder in unserer Gesellschaft erleben, dass Menschen mit einer körperlichen Behinderung wie zum Beispiel Rollstuhlfahrer im Alltag auf erhebliche Probleme und Barrieren stoßen. So erging es vor kurzem auch einen 37-jährigen Unternehmensberater aus Berlin, der auf seinen Rollstuhl angewiesen ist.

Der Mann wollte mit Air Berlin und der Partnerairline Etihad von Berlin über Abu Dhabi nach Bangkok reisen. Noch bevor er den Flug antreten konnte, wies man ihn darauf hin, dass er sich einzeln mit Etihad über seine Rollstuhlbeförderung auseinandersetzen und einen eigenen Antrag stellen müsse.

Dafür sollte er unter anderem ein mehrseitiges Formular mit hochsensiblen Fragen zu seinem Gesundheitszustand ausfüllen sowie ein ärztliches Attest vorlegen! Bei Rollstühlen handle es sich um Sonderleistungen, die einen eigenen Antrag erforderlich machen. Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass dies falsch ist und ein Flug für die gesamte Strecke durchgebucht werden müsse. Kurzzeitig schaltete sich sogar das Luftfahrtbundesamt ein. Air Berlin hat sich inzwischen für den Vorfall entschuldigt.

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