Schlichtungsstelle SÖP: Airline-Kunden müssen noch auf Hilfe warten

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Vor zwei Jahren wurde die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) gegründet. Sie wird von 120 Verkehrsverbänden und -unternehmen finanziert, darunter auch die Deutsche Bahn. Die Stelle setzt sich dafür ein, dass es bei Streitigkeiten zwischen den Verkehrsbetrieben und den Kunden zu einer außergerichtlichen Einigung kommt, von der beide Seiten etwas haben. Von Experten wurde die Arbeit bereits als effizient und kompetent gelobt.

Nur leider haben Kunden von deutschen Airlines hier leider immer noch das Nachsehen, da die Airlines ihre Teilnahme leider bisher noch nicht konkret in die Tat umgesetzt haben. Zwar haben die meisten Unternehmen laut der SÖP inzwischen ihre Bereitschaft signalisiert, jedoch wie diese aussehen soll, darüber wollten sie bisher noch nicht im Detail sprechen. Laut der SÖP hoffe man auch hier auf eine baldige Einigung.

In den vergangenen zwei Jahren konnten rund 2.200 Schlichtungsanträge von Airline-Kunden aus den genannten Gründen nicht bearbeitet werden. Die meisten Beschwerden drehen sich um Verspätungen und Annullierungen. Im Bahnverkehr sieht die Lage anders aus. Hier gingen 4.400 Beschwerden ein, wobei man in fast allen Fällen zu einer sinnvollen Einigung kam. Hoffen wir, dass die deutschen Airlines schon bald konkret in das Modell einsteigen.

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