Wien: Desaster um Comtel Air

Stellt euch vor, ihr sitzt in einem Flugzeug, das nach mehreren Stunden Flug nur schnell einen kleinen Tankstopp an einem Flughafen einlegt. Doch die Airline kann leider den Sprit nicht bezahlen und so heißt es, dass man entweder aussteigt oder dass alle Passagiere zusammenlegen um die Schulden für den Weiterflug zu bezahlen. Die meisten würden dies wohl für einen schlechten Scherz halten, doch genauso ist es nun Reisenden von Indien geschehen, die über Wien nach Birmingham unterwegs waren.

Die Airline Comtel Air hat offenbar große finanzielle Schwierigkeiten, die sie nun in eine desaströse Lage gebracht haben. Seit Oktober fliegt die Airline vom indischen Amritsar nach Birmingham. Ein kleiner Zwischenstopp am Flughafen Wien-Schwechat zum Tanken gehört dazu. Am Dienstag landete man auch dort, nur leider ging es von Österreich nicht weiter. Die 180 Passagiere erhielten plötzlich eine Durchsage, dass sie alle aussteigen sollten, da der Fluggesellschaft das Geld ausgegangen sei. So sollten sie das Flugzeug sofort samt Gepäck verlassen und mit einer anderen Airline weiterfliegen. Die Reisenden weigerten sich und die Polizei musste kommen. Diese konnte jedoch auch nichts ausrichten, da die Passagiere sich für einen Sitzstreit entschieden.

Am Ende bot die Airline ihnen an, dass man zusammen das ausstehende Geld von 24.300 Euro sammeln könne, damit es weitergehe. Nur drei Passagiere entschieden sich daraufhin einen anderen Flug zu suchen, alle anderen leerten ihre Taschen, doch im ersten Anlauf reichte das Geld nicht. So verließen viele in Begleitung von Sicherheitspersonals das Flugzeug um am Geldautomaten ihr Erspartes abzuheben. Erst sechs Stunden später ging es dann nach Birmingham weiter!

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